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IP - Telefonie Grundlagen


Mit Voice over IP (VoIP) ist es möglich, Telefongespräche über das InternetProtokoll abzuwickeln. SIP steht für Session Initiation Protocol und ist ein Netzwerkprotokoll welches zum Aufbau einer Kommunikationssitzung zwischen zwei und mehr Teilnehmern dient. In der IP-Telefonie auch Voice over IP (VoIP) genant, ist SIP das derzeit wohl verbreiteteste Protokoll.

Dabei wird die Sprache digitalisiert und in Datenpaketen über das IP (InternetProtocol) verschickt. Lange Zeit hatte Telefonieren über VoIP einen schlechten Ruf. "Voice Over IP" (VoIP) versprach nur eine unzureichende Sprachqualität und eine komplizierte Handhabung. Deshalb war diese neue Form der Telekommunikation nur etwas für eingeschworene Freaks.

Dieses hat sich in den letzten beiden Jahre geändert, Voice over IP ist mittlerweile zu einem Massenmarkt avanciert. Immer neue VoIP-Provider drängen auf den Markt und unterbieten sich bei den Tarifen. So ist es mittlerweile z.B. möglich für 2.6 Euro Cent in die deutschen Mobilfunknetze zu telefonieren. Auch wenn das nur eine zeitlich begrenzte Aktion sein mag, so läßt es uns erahnen, was uns in der nahen Zukunft erwartet. Die Sprachqualität der Internet Telefonie ist, wenn auch mit einigen Ausnahmen, mit der Qualität analoger und ISDN Telefonie vergleichbar.

Ein weiterer Vorteil von Voice over IP ist es, dass Benutzer innerhalb des VoIP Netzes oftmals kostenlos miteinander telefonieren können.

Technik
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, über das Internet zu telefonieren. Es gibt Lösungen mit und ohne Computer. Bei der Variante mit einem Rechner wird mittels eines sog. Headsets (Hör-, und Sprechgarnitur) und einem zu installierenden ?Softfon? telefoniert. Der Nachteil hierbei ist dass der Rechner eingeschaltet sein muss um telefonieren zu können.

Eine andere Möglichkeit ist ein VoIP-Telefon, das direkt per Netzwerkkabel (RJ45) an den Router oder das DSL-Modem angeschlossen wird. VoIP-Telefone sind derzeit allerdings noch recht teuer (ab 99,- Euro) .

Zu guter Letzt gibt es die sogenannten ATA-Boxen, die herkömmliche Analogtelefone VoIP tauglich machen. ATA steht für ?Analog Telefon Adapter?. Die Box wird wie das VoIP-Telefon via Netzwerkkabel an den Router oder das DSL-Modem angeschlossen. Der Vorteil liegt auf der Hand. Man kann für wenig Geld sein altes analoges Telefon weiter nutzen oder sich zusammen mit einem preiswerten schnurlosen Telefon ein Schnurlos IP-Telefon zusammensetzen. Voraussetzung für die Internet Telefonie ist ein Breitbandanschluss, im Optimalfall mit einer Flatrate.

Denn je schneller die Internet-Leitung ist, desto besser und flüssiger ist die Sprachqualität beim Telefonieren.

Wer über das Internet telefonieren möchte, benötigt einen VoIP-Provider, bei dem man sich zuvor registrieren muss. Dort angemeldet, lädt man sich sein Telefonkonto per Überweisung oder per Kreditkarte auf. Fast alle VoIP-Provider haben sich hierbei für dieses sogenannte Prepaid Verfahren entschieden, welches im Gegensatz zu den herkömmlichen Zahlungsmethoden eine wesentlich bessere und sicherere Kostenkontrolle bietet.

Je nach VoIP-Providern werden verschiedene Orts- & Sonderrufnummern für die Erreichbarkeit aus den Fest- und Mobilfunknetzen angeboten. Da Sonderrufnummern teilweise mit bis zu 12 Cent die Minute recht teuer sind, plant die Regulierungsbehörde für Telekommunikation & Post (RegTP) in naher Zukunft eine einheitliche Vorwahl (032) für Internet Telefonie herauszugeben. (TC)

 
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